Das war die Mobile Quality Night 2016: von Smart Devices und Qualitätssicherung

Am 6. Oktober 2016 fand nun schon zum dritten Mal die Mobile Quality Night im Stockwerk in Wien statt. Die Veranstaltung war wieder ein voller Erfolg mit interessanten Vorträgen, einem breiten Publikum und Möglichkeiten sich zu vernetzen und Erfahrungen auszutauschen. Als erneuter Platin-Sponsor macht es uns besonders stolz, dass Christoph Börner zusammen mit Rudolf Grötz wieder eine so hervorragende Veranstaltung mit einem ausgezeichneten Ruf über die Landesgrenzen hinaus auf die Beine stellen konnten.

Die Themen waren aktueller denn je und widmeten sich den aufkommenden Smart Devices und den Herausforderungen, die eine Qualitätssicherung von Hard- und Software mit sich bringt.

Neue Smart Devices und Auswirkungen auf Testing

Dieses Jahr drehten sich die Themen mehrerer Vorträge rund um neue Geräte und den Herausforderungen für das Testing. Als einer der Vortragenden sprach Christoph Schaal von seiner Erfahrung als Test Engineer bei Bosch Smart Home Solutions:

Herr Schaal erklärte dem Fachpublikum, wie Bosch intern eine Continuous Release Pipeline aufbaute und Automated sowie Manual Testing verbindet. Damit ermöglichte er einen interessanten Einblick in die interne Qualitätssicherung eines Smart Home Device Herstellers: Die TesterInnen müssen eine ganze Bandbreite an unterschiedlichsten Tasks erledigen, um die komplexen Systeme der Bosch Smart Home Solutions ausführlich zu testen. Dabei spielen Edge Device Simulatoren eine große Rolle in der Quality Assurance.
Unter dem Motto “Eat your own dog food” erklärte Herr Schaal auch die Herangehensweise von Bosch Smart Home Solutions, Geräte bei den MitarbeiterInnen zu installieren und so in der täglichen Anwendung zu erproben.

Mobile Quality Night 2016 - TestPlus als Platinsponsor

Smart Devices im Alltag auf den Prüfstein zu stellen und vom Tester zum User zu wechseln, ist auch Marcus Wiegand nicht fremd: auch er sprach über seine Erfahrung als User mit einer smarten Waage und den Herausforderungen in der Verbindung von Geräten mit kompatibler Software. Seine Analyse aus der Praxis zeigt deutlich, vor welchen Problemen Hersteller für Hardware in Zusammenhang mit passenden Anwendungen stehen.

Die TeilnehmerInnen der Studie “Smartwatches und Usability-Alltag” wechselten auch die Rollen – von TesterInnen und Marketing-Experten zu UserInnen. Die Ergebnisse dieses Experiments präsentierten Bastian Baumgartner und Michael Mlynarski der QualityMinds. Dabei wurde die Hardware von Smartwatches aber auch die unterschiedlichsten Apps auf ihre Alltagstauglichkeit getestet. Als wenig überraschendes Ergebnis stand die Verwendung für Sport und Fitness, Nachrichten und Telefonate sowie als Fernbedienung für das Smartphone im Vordergrund der Nutzung.

Wearables werden aktuell hauptsächlich für Fitness, Nachrichten und Telefonate sowie als Fernbedienung… Klick um zu Tweeten

Alle Vortragenden zu den neuen Smart Devices stimmten größtenteils in einem Punkt überein: die Herausforderung und das Fehlerpotenzial liegt in der Verbindung von Hardware und Software und in dem Umstand, dass diese oft von unterschiedlichen Herstellern produziert werden. Damit werden Spezifikationen oft unzureichend aufeinander abgestimmt, was zu Bugs und schwächelnder Usability führt und das Testing von nicht-funktionalen Anforderungen zu einer großen Herausforderung machen.

Theorie und Praxis bei der Mobile Quality Night

An diesem Abend wurde aber nicht nur Theorie vermittelt, sondern auch mit praktischem Wissen und Vorführungen veranschaulicht. Andreas Lüdecke zeigte in seinem Talk zu “Testing iOS10 Apps with Appium and its new XCUITest backend” mit Beispielen, wie Testing auf dem kürzlich releasten Betriebssystem automatisiert werden kann. Auch Marcel Gehlen zeigte an Appium wie Testautomation bei Payback implementiert wurde.

Mit viel Praxisbezug führte Gerhard Wiesinger von Zoomsquare vor, wie Chatbots in Zusammenhang mit der Facebook API bei der Immobiliensuche helfen können. So konnten sich so alle Teilnehmenden der Mobile Quality Night live ein Bild der Anwendung in Aktion machen.

Sicherheit, Usability und Connections sind große Herausforderungen bei Smart Devices. Klick um zu Tweeten

Severin Winkler von SBA Research veranschaulichte in seinem Vortrag, wie die TouchID eines Smartphones mit einfachen Haushaltsmitteln umgangen werden kann. Um diese Sicherheitslücke zu schließen, plädiert er für eine Verwendung von TouchID in Verbindung mit Passwörtern, um nicht nur eine Verifikation sondern auch Identifikation zu ermöglichen und damit die Sicherheit in der Anwendung zu steigern.

Dass Mobile Quality Assurance immer mehr an Relevanz gewinnt und aus der Entwicklung nicht mehr wegzudenken ist, zeigt sich mehrfach bei der Mobile Quality Night: durch Vortragende wie Sergejy Mudruk von XING AG oder Christian Breitwieser von Ranorex, die mobiles Testing in ihren Unternehmen vorantreiben, aber auch durch die rege Teilnahme und Fragen während der Veranstaltung. Hier wurde durch das Event wieder ein wichtiges Zeichen gesetzt und wertvolle Möglichkeiten für den Austausch etabliert.

Mit über 50 Teilnehmenden aus Österreich und Deutschland von Studierenden bis zu Koryphäen im Bereich Software Testing war die Veranstaltung ausgebucht.

In diesem Sinne danken wir allen Teilnehmenden und freuen uns schon auf nächstes Jahr!

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