Pokemon Go: von Bugs, Pannen und crashenden Servern

Pokemon Go ist gerade einmal etwas über einen Monat alt und hat schon die Welt im Sturm erobert. Mit Millionen SpielerInnen beinahe aller Altersgruppen und auf der ganzen Welt ist es das erfolgreichste Augmented Reality Spiel aller Zeiten. Doch mit der Popularität treten auch viele Probleme auf – und wir sprechen hier nicht davon, dass es durch Pokemon Go schon zu Unfällen kam, Partner beim Fremdgehen erwischt oder Wasserleichen entdeckt wurden (auch das passierte schon alles), nein, wir sprechen von frustrierten Usern, crashenden Servern, Bugs und Pannen.

Pokémon Go aus der Sicht eines Testers: von Bugs, Pannen und Fehlern. Klick um zu Tweeten

Fixes, Bugbehebung und wie sich NutzerInnen selber helfen

Laut Niantic Inc., die Entwickler von Pokemon Go, arbeiten sie seit dem Launch unermüdlich daran, Bugs zu fixen, Pannen zu beheben und neue Features zu veröffentlichen.

Es gibt kaum etwas Frustrierenderes als ein Pokémon über längere Zeit zu verfolgen, nur um zu sehen, wie der Bildschirm einfriert und die App crasht, sobald man es einfangen will.

Wer schon einmal die Erfahrung gemacht hat, wie viel aufwändiger, zeitintensiver und nervenraubender die Behebung eines Bugs im Live-System ist, kann sich vorstellen, wie es gerade hinter den Kulissen aussieht. Viele Features werden wieder aus der App entfernt und NutzerInnen auf einen späteren Zeitpunkt vertröstet.

Pokemon Go: frustrierte User, crashende Server und peinliche Bugs. Klick um zu Tweeten

Das hat dazu geführt, dass mittlerweile unabhängige und nicht-kommerzielle Wikis und Hilfe-Seiten aufpoppen, die die lange Reihe an Problemen auflisten und mögliche Lösungen dafür anbieten – vom Herunterladen von Offline Maps, um die Batterie des Smartphones zu schonen, bis hin zu einer Pokemon Go Server Status Seite, die anzeigt, ob die Server schon wieder gecrasht sind.
Bei den meisten Bugs wird jedoch nur darauf hingewiesen, man solle einmal die App neu starten und darauf hoffen, dass das Problem nicht mehr auftritt.

So sieht für uns kein qualitativ hochwertiges Spiel aus. Viele dieser Bugs können vor dem GoLive entdeckt und das Nutzererlebnis durch das Testen mit – nicht zuletzt – Stress- und Lasttests wesentlich verbessert werden. Auch mit dem Testing von Edge-Cases und Unterbrechungstests können viele nun auftretende Bugs schon im Vorhinein entdeckt und gegebenenfalls behoben werden.

Von Pannen, Bugs und Prioritäten

Obwohl noch bei weitem nicht alle essentiellen Bugs behoben und auch die wichtigsten Funktionen nicht problemlos laufen, konzentriert sich Niantic auf andere Bereiche: laut einem Facebook Posting vom 4. August 2016 des Unternehmens ist der nächste Schritt die Erschließung neuer Länder. In anderen Worten: ein wissentlich fehlerbehaftetes Spiel mit erheblichen Server-Problemen, die UserInnen oft sogar am Spielen hindert, wird vorher weiteren NutzerInnen zur Verfügung gestellt, bevor die User Experience verbessert wird.

So einen Erfolg und die damit einhergehenden Herausforderungen kann man nicht voraussehen? Wir hätten zumindest darauf getestet…

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